Deutscher Sportclub
Gütersloh 2022 e.V.


DSC-Admin
21. Okt. 2024
Chancenüberlegenheit bleibt unbelohnt
Nach dem Erfolg am vergangenen Sonntag gegen die Zweitvertretung von TSG Harsewinkel stand gestern bereits das nächste Auswärtsspiel an: Unsere Mannschaft war zu Gast bei RW Mastholte II. Die Gastgeber, die zu Beginn der Saison nur wenige Punkte sammeln konnten, hatten sich in den letzten Wochen stabilisiert und gingen mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen gestärkt in die Partie.
Unsere Jungs starteten hervorragend in das Spiel. Bereits nach 30 Sekunden bot sich Deniz Zekiri die erste große Chance, doch sein Schuss war zu zentral und stellte den Torhüter von Mastholte vor keine größeren Schwierigkeiten. In der 3. Minute spielten wir uns durch die gegnerische Hälfte, der Abschluss blieb jedoch ungefährlich. Nur kurze Zeit später tauchte erneut Zekiri im Strafraum auf, sein Schuss traf jedoch nur das Außennetz. Die Gastgeber fanden in den ersten Minuten kaum ins Spiel und versuchten es vorwiegend mit langen Bällen, die unsere Verteidigung sicher abfing.
In der 7. Minute setzte Luca Sorci Paul Venjakob mit einem cleveren Steckpass in Szene, doch dieser wurde kurz vor dem Strafraum von zwei Mastholtern gestoppt. Nur wenige Momente später kombinierten Paul Schmidt und Leon Starke sehenswert in der Nähe der Eckfahne. Starke drang mit dem Ball in den Strafraum ein, doch der scharfe Pass in die Mitte konnte vom Torhüter in letzter Sekunde gesichert werden. Noch in der gleichen Minute hatte Venjakob eine weitere gute Schusschance aus 18 Metern, doch auch dieser Versuch wurde pariert.
In der 11. Minute setzte Kastriot Jashari zu einem beeindruckenden Solo an: Er ließ gleich vier Gegenspieler stehen und drang bis in den Strafraum vor. Statt selbst abzuschließen, legte er den Ball auf den besser postierten Starke ab, dessen Schuss allerdings zwei Meter über die Latte flog. Unsere Mannschaft drückte vehement auf die Führung und erspielte sich zahlreiche Chancen – einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieben wir dominant. Nach einem scharf hereingebrachten Freistoß aus dem Halbfeld hatte Tolga Demirezen die Führung auf dem Fuß, doch der RWM-Keeper parierte erneut stark. Weitere Versuche von Kastriot Jashari (22.), Leon Starke (26.) und Deniz Zekiri (30.) fanden ebenfalls nicht den Weg ins Tor. So ging es trotz klarer Überlegenheit torlos in die Kabinen.
In der zweiten Halbzeit knüpften wir zunächst an die starke Leistung an, doch gegen tiefstehende Gastgeber kamen wir nun seltener zu klaren Torchancen. RW Mastholte stand mit allen Feldspielern kompakt in der eigenen Hälfte oder direkt vor dem Strafraum. In der 56. Minute hatte der eingewechselte Justin Bangina eine Riesenchance, als er eine missglückte Rückgabe des Gegners abfing. Sein Schuss ging jedoch knapp am Tor vorbei.
In den nächsten Minuten entwickelte sich ein Spiel, das einem Handballspiel ähnelte: Wir belagerten die gegnerische Hälfte, versuchten immer wieder, spielerisch Lücken zu finden, doch meist scheiterten die Aktionen am letzten Pass oder an den vielen Abwehrspielern. Zwischen der 60. und 75. Minute kam es zu keinen nennenswerten Chancen – das Spiel war geprägt von Chipbällen, Abseitspfiffen und Verletzungsunterbrechungen.
In der 76. Minute erhielten wir nach einer Schiedsrichterentscheidung einen Vorteil: Ein Spieler von RW Mastholte wurde wegen einer Beleidigung vom Platz gestellt, sodass wir die letzte Viertelstunde in Überzahl spielten. Trotz druckvoller Angriffe wollte der Ball jedoch nicht ins Tor. Versuche von Luca Sorci (81.), Emir Oral (84.) und Justin Bangina (87.) wurden alle vom Torhüter entschärft. Selbst in der sechsminütigen Nachspielzeit gelang es uns nicht, das Spiel zu entscheiden.
Am Ende blieb es bei einem torlosen Unentschieden, das sich wie eine verpasste Chance anfühlt. Angesichts der zahlreichen Gelegenheiten, insbesondere in der ersten Halbzeit, müssen wir uns ankreiden, die Partie nicht frühzeitig entschieden zu haben. Am kommenden Sonntag empfangen wir ab 13:45 Uhr den Spitzenreiter Germania Westerwiehe am Ostfeld.
Unsere Startaufstellung: Kushtrim – Niklas, Tolga, Luca, Paul S. – Julian (Lorent/75.), Alex – Paul V. (Anuar/70.), Leon, Kastriot (Emir/61.) – Deniz (Justin/55.)